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Erntedankfest

Christliches Zeichen

Entstehung

 Schon 1989 hatte eine Gruppe im Verein „Wohngemeinschaft Beeckerwald e.V.“ die Idee und den Wunsch eine Waldkapelle zu bauen. Unser Wohngebiet war und ist größer als die meisten Dörfer der Stadt Wegberg, aber es fehlten fast alle infrastrukturellen Einrichtungen, die die anderen Dörfer im Laufe ihrer Geschichte bekommen haben. Oft fiel der Satz. „Wenn wir eine Kirche im Dorf hätten, hätten wir einen Treffpunkt!“ Eine Zeitlang wurde die Umsetzung zum Kapellenbau zügig in Angriff genommen. Es entstanden Baupläne und nach Statik und festgelegtem Baugrund erhielten wir die Baugenehmigung – sogar die Bepflanzung um die Kapelle war festgelegt. 

Doch dann kam alles anders. Der Verein plante und baute sein Vereinsheim, und die Arbeitseinsätze waren hier gebunden. Der Kapellenbau wurde verschoben bzw. ad acta gelegt und die eingegangenen Geld- und Sachspenden treuhänderisch verwaltet. 

1999 wurde dann die Idee erneut aufgegriffen und es bildete sich unter H.-W. Radine ein Arbeitskreis, der es sich zur Aufgabe machte, ein Wegekreuz oder ähnliches zu erstellen – wie in den umliegenden Gemeinden und Ortsteilen hierzulande üblich ist. 

Zwei Teams haben sich damit sehr lange intensiv beschäftigt: zu allererst das Ökumene-Team, denn wir wollten ein Zeichen bauen, das auch ökumenisch verstanden werden sollte. Eine Gruppe bevorzugte als christliches Symbol Wasser oder einen Fisch, die andere Gruppe ein Kreuz. Als Kompromiss einigten wir uns im Jahr 2003 auf die Kombination von Wasser und Kreuz. 

Bau

Das Design-Team war nun gefragt. Von den Mitgliedern wurden viele Ideen und Entwürfe eingebracht und besprochen. Die Grundidee für die heutige Ausführung stammt von H. Tipp. Als wir uns auf einen Entwurf geeinigt hatten, begann die Phase der Gestaltung. Da wir im Beeckerwald kein gewachsenes Dorf sind, sondern in kurzer Zeit erstellt wurden, haben wir ein modernes, zeitgemäßes Baumaterial gewählt. Der Arbeitskreis hatte sich für drei Kreuze aus Edelstahl in unterschiedlichen Höhen entschieden und einer Bodenfläche in Form einer Pflasterung, die elliptisch um die Kreuze angeordnet ist. Das Wasser wird durch einen mit hellen Granitsteinen dargestellten Flusslauf symbolisiert. Die im Hintergrund befindlichen Granitstelen bilden den Abschluss. 

Für die Umsetzung stellte der Arbeitskreis eine unabhängige Finanzierung sicher, die durch die Mitglieder des Arbeitskreises getragen wurde. Die gesammelten Gelder für die Waldkapelle bildeten hierbei die Grundlage, sowie die großzügige Stiftung der drei Edelstahlkreuze durch einen Wegberger Unternehmer. 

Bedeutung

Bei der Entscheidung für dieses Zeichen waren folgende Gedanken ausschlaggebend:

Mit der Errichtung des Christlichen Zeichens wollen wir

  • der Tradition unserer Heimat entsprechen, 
  • alle einladen, über Gott und Glauben nachzudenken 
  • niemanden ausschließen 

Darum haben wir die drei offenen Kreuze gewählt, weil sie eine vielfältige Deutung zulassen, weil sie sich für unterschiedliche Einstellungen zu Gott und Glauben öffnen. Darum haben wir eine Bodenfläche gestaltet, die fließendes Wasser symbolisiert, ein Zeichen, das in den Religionen hohe Bedeutung hat. 

Im Jahr 2004 haben wir in einer schönen Feier mit Pater Laetantius und Frau Leppert das „Christliche Zeichen“ den Bewohnern des Beeckerwaldes übergeben mit der Hoffnung, dass dieser Platz für die Menschen ein Ort der Begegnung, des Innehaltens und des Trostes sein wird. 

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unser „Christliches Zeichen“ geachtet und respektiert wird. 

Nutzung

In den ersten Jahren haben wir uns in der Sylvesternacht zu einem kleinen Umtrunk und zu einem Gebet mit guten Wünschen fürs Neue Jahr getroffen. Leider ist dieser Brauch eingeschlafen. 

Regelmäßig am ersten Sonntag im Oktober feiern wir hier mit einem ökumenischen Gottesdienst unser Erntedankfest. Dabei steht unser vollgefüllter Erntedankwagen im Mittelpunkt. Im Anschluss daran treffen wir uns im Vereinshaus zum gemütlichen Beisammensein, wo auch die Erntegaben zur Freude aller versteigert werden. 

Der Arbeitskreis und seine Aufgaben (Pflege)

Die Arbeitskreis-Mitglieder pflegen ganzjährig diese Anlage durch Rasenmähen, Reinigung und gießen des Blumenschmucks. Zu Festen im Beeckerwald und zu den kirchlichen Festtagen, wird die Fahne in den Vereinsfarben der Wohngemeinschaft Beeckerwald e.V. aufgezogen, die der Arbeitskreis im Jahr 2014 zum Erntedankfest den Gottesdienstbesuchern vorstellen konnte. Mit dem Aufdruck „Gemeinsam unterwegs“, möchten wir unser Miteinander in der Wohngemeinschaft und in den Begegnungen des täglichen Lebens ausdrücken. 

Kontaktdaten

Dieter Lausberg
Tel.: 02434 – 24 901

Informationsmaterial

In unserem Flyer sind alle Informationen kompakt zusammen getragen. Er steht Ihnen hier zum Download bereit.

Einweihung